Herzlich Willkommen zur 6. Ausgabe des „Einfach-gut-verkaufen“-Podcast und heute haben wir ein richtig wichtiges Thema für all diejenigen, die Angebote erstellen und dann raushauen. Es geht darum wie fasse ich Angebote professionell nach. Wie mache ich das? Was sage ich dabei? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie oft solle ich ein Angebot nachfassen? Und vor allen Dingen am Anfang die Frage: “Warum soll ich ein Angebot überhaupt nachfassen?“

 

Herzlich Willkommen zur 6. Ausgabe des „Einfach-gut-verkaufen“-Podcast und heute haben wir ein richtig wichtiges Thema für all diejenigen, die Angebote erstellen und dann raushauen. Es geht darum wie fasse ich Angebote professionell nach. Wie mache ich das? Was sage ich dabei? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie oft solle ich ein Angebot nachfassen? Und vor allen Dingen am Anfang die Frage: “Warum soll ich ein Angebot überhaupt nachfassen?“

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Ja, da stellt man sich natürlich als Vertriebsprofi die Frage: „Wieso muss man sich die Frage stellen „Warum?“. Weil es ganz viele Leute gibt, die unheimlich viel Arbeit, Zeit und Schweiß in das Erstellen eines Angebotes investieren und dann einfach nicht nachfassen. Nichts machen. Das Angebot raus senden und warten. Und das ist genau so als wenn ich das Angebot nehmen würde, nachdem ich vielleicht einen Tag investiert habe um das zu erstellen, es dann zusammenrolle, in eine Flasche stecke, einen Korken draufmache, raus fahre auf die Ostsee, Nordsee oder auf das Mittelmeer. Und dann als Flaschenpost über Bord schmeiße und zu mir selber sage: „Mensch, jetzt bin ich aber mal gespannt was das wohl wird.“

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Ja, da kann man sich fast schon ausdenken was daraus wird; in den meisten Fällen nämlich nichts. Und obwohl das so offensichtlich ist, dass es so existenziell wichtig ist, nicht das Angebot zu erstellen, sondern es nachzufassen und dranzubleiben; und obwohl wir das wissen, gibt es doch immer wieder so Hinderungsgründe, bei dem ein oder anderen, der sich da nicht traut das Angebot tatsächlich professionell nachzufassen.

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Und das ist wie beim Fußball. Nur wer am Ball ist, kann Tore schießen und nur wer am Ball bleibt, kann das Spiel dominieren. Und deswegen muss man vielleicht ganz am Anfang drauf gucken, bevor man sich um die rhetorischen Feinheiten kümmert. Was für Hindernisse baue ich mir vielleicht selber auf, die es mir schwer machen ein Angebot nachzufassen. Und ich erlebe immer wieder ein Hindernis, dass Leute denken: „Oh, ich will nicht nerven. Ich will nicht aufdringlich sein.“ Und denken, dass wenn sie nachfassen jetzt (ein mal, zwei mal oder drei mal), dass das dann den Kunden nervt und dass dann die Auftragswahrscheinlichkeiten sinken.
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Leute, das Gegenteil ist der Fall. Diejenigen die nicht nachhaken, die sind raus. Sie wissen es bloß nicht, weil es teilt ihnen ja keiner mit. Ja, aber schön gestorben ist auch tot. Und ohne Geräusche untergegangen ist eben auch weg von der Oberfläche. Deswegen ist es wichtig geräuschvoll dranzubleiben. Dieser Gedankenvirus; so nenne ich die wenn man so denkt, man darf nicht aufdringlich sein. Das ist ganz gut wenn man Prinzessin ist, aber es ist schlecht wenn du Verkäufer bist. Wenn du als Verkäufer immer noch denkst: „Mensch, ich störe die Leute. Ich darf nicht aufdringlich sein.“, dann wird es Zeit über deine Produkte nachzudenken. Und es wird Zeit dich selber für deine Produkte zu begeistern.

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Wenn du ein Angebot raushaust, dann musst du immer das Gefühl haben: Das ist die beste Lösung für das Problem, was der Kunde gerade hat. Das gibt dir die nötige Energie um dann eben auch entsprechend dran zu bleiben. Und vielleicht hilft es dir so ein bisschen auch, aus einer anderen Sicht draufzugucken. Also, viele sind eben auch beleidigt, wenn der Kunde sich nicht meldet. Haben sich so viel Arbeit gemacht und so viel Mühe gemacht um das Angebot zu erstellen und jetzt meldet sich der Kunde nicht. Das ist doch eine Frechheit! Das ist doch ungerecht! Ja, das ist vielleicht ungerecht, das ist vielleicht eine Frechheit, aber das sind die Spielregeln. Und es ist besser nach den Spielregeln zu spielen, wenn man sie kennt, als die ganze Zeit in einer Ecke zu sitzen und rumzumaulen, dass die Spielregeln so ungerecht sind.

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Und es wird gute Gründe haben warum sich ein Kunde nicht meldet. Vielleicht hat der das Angebot gar nicht erhalten. Ist zwar unwahrscheinlich, aber vielleicht ist es weg gespamed worden oder irgendwas. Du wirst es nie erfahren, wenn du nicht nachhakst. Oder vielleicht ist es auch so, dass der Kunde dich testet und sagt: „So jetzt wollen wir mal sehen, wie ernst er das mit seinem Angebot meint und mal gucken, ob er nachhakt.“ Das machen viele so und warten, und warten, und warten. Und meistens ist es ja so, dass man nicht nur ein Angebot anfordert, sondern zwei oder drei und wenn alle warten ist nicht schlimm. Wenn alle hier so einen Gedankenvirus haben, sie wollen nicht stören, dann ist das nicht schlimm. Aber wenn nur einer, nur ein einziger von den drei, die ein Angebot erstellt haben, dabei ist, der seinen Auftrag als Verkäufer ernst nimmt und nachhakt. Dann bist du raus. Weil du hast die Spielregeln des Kunden gebrochen, der auf deine Aktion wartet. Also es ist wichtig pro aktiv nachzuhaken.
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Und wenn ein Wettbewerber von dir schon den ersten Schritt gemacht hat, dann ist es vielleicht so, dass du vielleicht noch eine Chance hast. Aber wenn du nicht nachhakst die nicht nutzen kannst. Vielleicht ist der Kunde mit dem Angebot nicht ganz zufrieden oder hat eine Frage dazu. Aber jetzt hat er einfach keinen Bock mehr da noch mal reinzugrätschen, weil der hat tausend andere Sachen zu tun. Und dann nimmt er halt das Angebot von dem, der es ihm am einfachsten macht mit ihm ins Geschäft zu kommen.

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Weil Kunden haben tatsächlich vielleicht doch wichtigeres zu tun, als jetzt auf dein Angebot zu reagieren. Kann ja sein. Das ist eben das tägliche Diktat der Prioritäten. Eben warst du noch Nummer 1 Priorität, jetzt ist was dazwischen gekommen und jetzt liegst du irgendwo auf einem Stapel. Und irgendwann wirst du vergessen. Es sei denn du meldest dich wieder und machst dich wieder zur Priorität. Und vielleicht findest du auch raus bei so einem Anruf, dass sich vielleicht die Umstände geändert haben und die Sache erst mal irgendwie auf Eis gelegt ist. Aber das ist wichtig zu wissen.

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Das Blödeste ist, finde ich, wenn man gegen einen Wettbewerber verliert, weil man sich nicht gemeldet hat. Manche sind ja so drauf, die lassen es erst mal liegen und nach fünf Wochen fassen sie sich ein Herz und rufen an und kriegen die Antwort: „Ja, wir haben uns da für den Herrn Y entschieden.“ Und häufig ist es auch ein Mitgrund, weil Herr Y drangeblieben ist. Vielleicht seid ihr von den Konditionen oder ähnliches, ganz dicht beieinander. Und nur dieses nachhacken hat den Unterschied gemacht. Herr Y hat es deinem „fast Kunden“, muss man ja sagen, so einfach gemacht bei ihm zu kaufen, dass er es direkt genutzt hat.

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Und das ist wie beim Pferderennen. Alle Pferde laufen an der Startlinie los und geben Vollgas. Am Ende eines solchen Rennens gewinnt aber nur ein Pferd und zwar das, dass mit der Nase als Erstes über die Ziellinie geht. Und selbst wenn das zweite Pferd genauso gut ist, die gleichen Konditionen hat, aber nur eine Nasenlänge später über die Ziellinie kommt, dann ist es nicht Erster. Dann gibt es zwar im Pferderennen noch den Preis für den Zweiten, aber dem gibt es im Verkauf halt nicht. Im Verkauf kriegt nur derjenige, der mit der Nase zuerst über die Ziellinie kommt, ja, der kriegt den Preis. Der Andere hat auf Sand gebaut. Der kann den Tag, wo er das Angebot geschrieben hat, kann er komplett vergessen.
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Und deswegen ist es wichtig, dass du von vorne herein und jeden Tag nicht den Gedanken hast – Du wirst fürs Angebote schreiben, bezahlt – , sondern Umsatz machst du wenn Angebote angenommen werden. Und das geschieht nicht am Schreibtisch, sondern das geschieht am Telefon. Und vielleicht als letzten Gedankenimpuls in die Richtung; Ich glaub auch, wenn man aus der Kundenperspektive guckt und ein Angebot angefordert hat und ein Verkäufer meldet sich nicht. Ich finde, das zeugt von fehlendem Respekt. Neudeutsch oder in der Jugendsprache heißt das: Du disst den Kunden. Disrespect.

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Und das ist doch auch ganz klar. Weil, wenn du dich nicht meldest, was geht denn da im Kundenkopf vor? Also ich selbst denke zum Beispiel: „Ja siehste, da hat der feine Herr es scheinbar nicht nötig noch mal anzurufen. Bin ich wohl vom Auftragswert nicht groß genug.“ Und wenn das schon am Anfang einer Kundenbeziehung so ist, dann will ich gar nicht darüber nachdenken als Kunde was passiert, wenn es mal schwierig wird.

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Und genau das passiert. Es geht um Wertschätzung. Nachfassen ist Wertschätzung. Und wenn du nicht nachfasst, ich sag mal in Anführungsstrichen, damit man sich das gut merken kann: „Das ist so, als wenn du das, was du mit deinen Händen aufbaust, mit einem Angebot, das reißt du im Arsch wieder rum.“ Und ich hoffe das Bild sticht und bleibt im Kopf, also mach dir klar Nachfassen ist schon mal die halbe Miete.

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Die andere Hälfte der Mietzahlung musst du natürlich durch professionelles Nachfassen bekommen. Und wir gucken jetzt auf die drei Aspekte: Wie oft solltest du nachfassen? Wann ist der beste Zeitpunkt nachzufassen? Und was ganz genau, sind so die erfahrungsmäßig besten Schritte, die man am Telefon gehen sollte um am professionellsten nachzufassen.

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Die erste Frage die man sich immer wieder stellt ist natürlich: Wie oft soll man nachfassen? Wie oft soll man dranbleiben? Und da gibt es eigentlich nur eine Antwort drauf und die Antwort ist: Bis einer von euch beiden verstorben ist, ja so oft bleibe ich dran. Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber im Wesentlichen trifft es den Kern der Sache schon. Und zwar fasse ich so oft nach bis ich eine Antwort habe. Und die Antwort kann entweder „Ja“ sein oder die Antwort kann auch „Nein“ sein. Aber beides sind gute Antworten, weil auch beim „Nein“ weiß ich, ich kann meinen Fokus, meine Hoffnung und meine Vertriebszahlenplanung wieder neu aufsetzen und das ist eben kein Geschäft geworden.

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Also wir haben ja letztes mal auch schon gesagt, im anderen Podcast: „Hoffnung ist keine Strategie.“ Und ich muss so lange nachfassen bis ich weiß, ob ich das Angebot in einen Auftrag umgewandelt habe oder ob ich das eben nicht geschafft habe. Also dranbleiben bis ich eine Entscheidung habe.

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Die nächste Frage ist: „Wann ist der beste Zeitpunkt um nachzuhaken?“ Und da gibt es natürlich viele Meinung und einigen sagen: „Ja, nach zwei Tagen.“ Dann hörst du wieder von anderen: „Ja, du musst nach vier Tagen nachfassen oder nach einer Woche, damit sich das Angebot dann erst gesetzt hat.“ Und ich frag mich dann immer: Auf welcher Basis wird diese Empfehlung eigentlich gegeben? Wie kommt jetzt einer darauf, dass der sagt so: „Ja, nach drei Tagen musst du nachfassen.“ Das hat der sich doch ausgedacht, oder? Also ich sehe da keinen Beweis dafür, warum das jetzt drei Tage sein sollen.

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Die einzige Möglichkeit, um das richtige Timing fürs nachfassen zu haben, ist das von vorne herein zu vereinbaren. Und es ist töricht diese Vereinbarung nicht zu treffen. Und da sind wir schon vielleicht stückweit bei einem anderen Thema, aber es gehört dazu. Bevor ich ein Angebot erstelle, muss ich natürlich zwingend ein Angebotsvorgespräch erstellen. Und da geht es nicht nur darum: Was soll in dem Angebot drin sein? Was sind die Probleme, Herausforderungen des Kunden? Sondern es geht am Schluss auch ganz wichtig um Fragestellungen, die es mir ermöglichen zu wissen wann und wie ich nachhaken soll.

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Und im Wesentlichen sind das drei Fragen die du im Vorangebotsvorgespräch stellen musst, damit du das richtige Timing für deine Nachfassaktion hast. Die erste Frage ist erst mal: „Bis wann braucht er das Angebot?“ Damit heuchelst du so ein bisschen: Wie dringend ist es? Wie weit sind Sie im Entscheidungsprozess? Also bis wann, brauchen Sie das Angebot? Die nächste Frage ist, die ich stelle bevor ich so ein Angebot raus haue: „Wann wollen Sie starten? Wann wollen Sie kaufen? Wann wollen Sie loslegen?“ Und die letzte Frage die ich stelle ist: „Wie sind die Entscheidungswege? Wie werden Sie die Entscheidung treffen? Wer ist beteiligt?“

 

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Und diese drei Fragen musst du zwingend integrieren bevor du dich überhaupt hinsetzt und ein Angebot schreibst. Wenn du dann damit fertig bist, dann ist die Empfehlung: Schreib doch einfach direkt rein wann du nachfasst. Wann du gedenkst wieder Kontakt aufzunehmen. – Herr Meier, nachdem die ganze Lyrik vorbei ist in der Email – schreibst du dann: Ich werde mich in der KW25 bei Ihnen melden. Oder ich werde mich am Donnerstag dem XYten bei Ihnen melden. Mach ganz klar, dass du das Angebot nachfasst und schreib das direkt mit ins Angebot rein.

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Jetzt ist natürlich die spannende Frage, wenn ich das Telefon in die Hand nehme: Was ganz konkret sage ich denn beim Angebot nachfassen? Und da kann man schon recht fantasielos starten. Man könnten zum Beispiel sagen: „Haben Sie mein Angebot erhalten?“, oder genau so anfängermäßig wäre: „Hatten Sie schon Gelegenheit mal in mein Angebot reinzugucken?“ Ich denke, fantasieloser kann man nicht verkaufen, oder? Und trotzdem würde ich fast schwören, dass diese beiden Sätze wahrscheinlich die am meist durch genudeltsten Startsätze, bei dem Nachfassen von Angeboten in Deutschland, sind. Ja, aber Spaß beiseite. Ich glaube die werden schon häufig verwendet, aber es gibt bessere Möglichkeiten.

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Ich glaube, man muss bei dem Nachfassen von Angeboten viel eleganter und viel direkter vorgehen. Und ich hab dir was mitgebracht. Das sind so drei Stufen, die sich in der Praxis bewährt haben um jedes Angebot nachzufassen. Und in der ersten Stufe – wir können es ja ganz kurz durchgehen – geht es darum mal anders zu starten als Andere. Und wenn du damit fertig bist, dann musst du ihn natürlich daran erinnern, den Kunden, was ihr besprochen habt und was sein Hauptnutzen war und das er schließlich um das Angebot gebeten hat. Und als drittes kommt dann eine ganz konkrete Meinungsfrage: Wie weit er jetzt mit dem Entscheidungsprozess ist. Und dann geht’s weiter, dann musst du natürlich mit den Reaktionen umgehen.

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Aber ich kann dir mal ein Beispiel geben wie sich so was anhört. Also Kickstarter: Erinnerung, was im Angebot drin ist und warum er es angefordert hat und zum Schluss die Meinungsfrage. Hört sich so an:

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„Herr Meier, darf ich gleich mit der Tür ins Haus fallen?“ Dann sagt Herr Maier: „Ja.“ Also ich hab zumindest noch niemals erlebt, dass einer sagt: „Nein Herr Bottin, quatschen Sie mich erst mal voll.“ Sondern die sagen da meistens: „Ja.“ Dann sage ich: „Sie haben am 23. Juni um das Angebot gebeten für Ihr Verkaufstraining, Sie erinnern sich und Sie legten dabei besonderen Wert darauf, dass das Training möglichst praxisorientiert ist. Und dass wir das so gestalten, dass Ihre Mitarbeiter wirklich von Anfang an aktiv Mitarbeiten, statt nur passiv zu konsumieren, damit die auch eine Menge mitnehmen. Und jetzt bin ich natürlich neugierig welchen Eindruck ich diesbezüglich mit meinen Angebot bei Ihnen hinterlassen hab und würde einfach gerne wissen: Wie ist Ihre momentane Einschätzung dazu?“

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Wenn ich diese drei Stufen sauber abgearbeitet habe, dann bin ich ja jetzt an einem Punkt im Gespräch wo es heißt: Sekt oder Selters? Barfuß oder Lackschuh? Es geht also darum wird mein Angebot angenommen oder nicht. Allerdings gibt es da drei Möglichkeiten, die dir entgegenkommen können. Was dir also passieren kann, welche Aussagen der Kunde treffen kann. Das ist einmal eine positive Geschichte. Ich nenne das Abschluss oder Fortschritt. Dann kann es zum Nichtabschluss kommen, aber es kann auch zur Verlängerung kommen. Das sind die drei Reaktionsmöglichkeiten, auf die du dich auch sauber vorbereiten musst.

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Wir gehen sie mal kurz von oben durch. Und zwar das Erste ist eben der Abschluss oder der Fortschritt. Der Abschluss dürfte klar sein: „Mensch, Ihr Angebot hat mich überzeugt. Wir machen das.“ Fortschritt bedeutet, dass ich eine Runde weiter bin im Verkaufsprozess. Dass er zum Beispiel sagt: „Ja, der nächste Schritt ist, ich hab ihr Angebot jetzt weitergegeben.“ Bei mir in diesem Fall zum Beispiel, an die Kollegen in der PE und an den Einkauf, „die werden auf Sie zukommen.“ Dann ist für mich wichtig, ganz konkret zu bleiben. Weil ich hab so konkret gestartet und so konkret bleibe ich im kompletten Verkaufsprozess. Deswegen frage ich: „Was denken Sie, wann kommt Herr XY diesbezüglich auf mich zu?“

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Die nächste Möglichkeit ist, dass er mir sagt: „Wir haben uns für einen Wettbewerber entschieden.“ Das ist natürlich doof, aber du kannst an der Stelle das Beste für dich rausholen, indem du wirklich die Gründe versuchst herauszufinden warum du dich mit deinem Angebot nicht durchgesetzt hast. Überleg dir dafür reine saubere Formulierung. Ich sag an der stelle immer: „Mensch, danke, dass Sie das gleich so offen und ehrlichen sagen, weil Zeit ist natürlich auch eine Währung im Vertrieb. Ich hab natürlich für das Ausarbeiten Ihres Angebots mir entsprechend Zeit genommen, deswegen habe ich noch eine Bitte, wenn es in Ordnung ist.“ Dann kommt häufig: „Ja, um was geht es denn?“ „Für mich wäre es eben wirklich wichtig zu verstehen, was ich beim nächsten Mal besser machen kann. Oder anders gesagt, woran hat es gelegen, dass Sie sich nicht für mich entscheiden konnten?“ Und da heißt es wieder ruhig zu sein, mal abzutanken was da kommt. Je charmanter du das rüberbringst, umso mehr Informationen erhältst du. Und das ist natürlich die Niederlage von heute ist das Geschäft von morgen. Deswegen, auch wenn es nicht zum Abschluss kommt immer die „Warum Frage“ nachschieben und das nach Möglichkeit charmant formulieren.

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Die dritte Geschichte ist ein bisschen heikel. Das ist die sogenannte Verlängerung. Es kann dir auch passieren, er sagt weder „Ja!“, noch sagt er „Nein!“, noch sagt er „Sie sind eine Runde weiter.“, sondern er sagt: „Mensch ich bin noch gar nicht dazu gekommen. Das ist natürlich schlecht, weil wenn du jetzt nicht richtig reagierst, landest du im Recover Club. Das hatten wir schon, da will keiner Rein. Und die Frage ist: „Wie bleibt man jetzt charmant hart?“ Und das machst du, indem du Kaufdruck aufbaust, ihn sofort wieder abbaust und ihn nach seiner Meinung fragst. Das hört sich dann so an: „Oh ja, eigentlich hatten sie ja gesagt, sie wollten bis heute eine Entscheidung treffen.“, Kaufdruck, jetzt wird er wieder abgebaut: „Aber ich verstehe Sie natürlich. Die Schreibtische sind heutzutage ja so voll und Sie werden damit Sicherheit natürlich Ihre Prioritäten setzen, genauso wie ich.“ Das war das Abbauen vom Verkaufsdruck und jetzt kommt die Drehung des Gesprächs mit der Formulierung: „Was schlagen Sie vor?“ Und das funktioniert super! „Was schlagen Sie vor?“ Jetzt ist der Ball wieder in seinem Spielfeld und er kommt jetzt häufig mit einer konstruktiven Äußerung, wie beispielsweiße: „Herr Bottin, OK, geben sie mir noch zwei Tage, dann telefonieren wir wieder.“ Dann sage ich: „Mensch, ja, ist überhaupt kein Problem, da bin ich in einem Training an dem Tag, aber ich würde Sie abends nochmals anrufen. Erreiche ich Sie unter dieser Nummer? In der Zwischenzeit schicke ich Ihnen noch mal zwei Referenzen von zufriedenen Kunden. Das erleichtert dann noch mal Ihre Entscheidungsfindung, wenn’s in Ordnung ist.“

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Also bleib so konkret wie du vorher gestartet bist. Nenn wieder ein Datum wann ihr wieder sprecht und probiere auf jeden fall diese Geschichte mit – Was schlagen Sie vor? – aus. Wird dich umhauen wie schnell, wie einfach und wie konstruktiv dann so ein Gespräch werden kann.

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Tja Leute, jetzt sind wir schon wieder am Ende. Aber ich hoffe, ich konnte dir einiges mit auf den Weg geben, in Bezug auf Angebote nachfassen. Und wie immer im Vertrieb, du musst nicht ganze Lexika auswendig lernen um Erfolg zu haben. Sondern du musst im richtigen Augenblick die richtige Formulierung parat haben, die dich in die nächste Ebene katapultiert. Und darum geht es. Verkaufen: 99 Prozent Transpiration und 1 Prozent Inspiration. Ich hoffe, ich konnte dir heute ein bisschen was zu deinem 1 Prozent Inspiration mitgeben.

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Und wenn du sagst: „Mensch, ja klar, die Techniken sind die sind praxisorientiert, die sind gut. Diese drei Schritte das passt, ich will das alles in Ruhe noch mal nachlesen“, dann kannst du das machen bei mir auf der Homepage unter www.bottin.de und dann in dem Bereich Blog sind diese Podcast Folgen hinterlegt und transkribiert, also abgeschrieben. Du kannst dann ganz einfach da durchbrowsen und dir das wesentlich und wichtigste rausziehen.

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Wenn du Lust hast, trag dich gleich in den Newsletter von mir ein. Dann erfährst du immer als Erster, wenn eine neue Folge geplant ist. In dem Moment wo ich sie Online stelle, wirst du informiert mit einer Email. Und ab Herbst wird es sogenannte offene Verkaufstrainings geben. Das hört sich jetzt irgendwie sehr komisch an, aber es gibt In-House Verkaufstrainings, die nur für Firmen bestimmt sind. Das war bislang mein Haupttätigkeitsschwerpunkt und jetzt kommen noch offene Verkaufstrainings dazu. Ab Herbst wird es da den ersten Piloten geben. Das wird eine eintägige Veranstaltung sein mit wenig Teilnehmern. Weil mir ist wichtig tatsächlich auch mit jedem ins Gespräch zu kommen und auch wirklich die einzelnen Herausforderungen von den Leuten die mit mir den Tag dann durchleben, in den Fokus zu stellen. Und nicht so eine Veranstaltung zu haben, wo dann 150 Leute sitzen und keiner im Endeffekt was mitnimmt. Wo du dann gefragt wirst: „Was hast du vom Verkaufstraining mitgenommen?“ Und du musst sagen: „Den Beamer vom Referenten.“ Ist ja auch doof, oder? Vor allen Dingen wenn man erwischt wird.

Der „Einfach gut verkaufen“-Podcast ist ein gratis Hörimpuls für alle Verkaufsprofis. Mit dem Einfach gut verkaufen Podcast baust Du Dein Repertoire von Verkaufstechniken gezielt aus und erreichst dadurch mehr Erfolg im Verkauf. Während Dein Wettbewerber noch im Verkaufsgespräch improvisiert führst Du jeden Tag bessere Verkaufsgespräche. Den besonders für den Erfolg im Verkauf gilt: Verkaufsprofis improvisieren nicht! Lass Dich von dem Verkaufstrainer Thomas Bottin inspirieren ganz gezielt Deinen Methodenkoffer mit den besten Verkaufstechniken zu befüllen.

Hier kannst Du den ´Einfach gut verkaufen´- Podcast kostenfrei abonnieren (itunes): klick hier für “Einfach gut verkaufen” bei iTunes.